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Wir haben für Alle, welche sich (es fällt angesichts der aktuellen Sauereien zugebenermaßen immer schwerer, ich bilde da keine Ausnahme) ihren Humor noch bewahrt haben, ein satirisches PDF-Dokument erstellt, welches den blinden Aktionismus -auch unter Mithilfe der Bevölkerung!- der H5N1-Krisenstäbler auf die Schippe nimmt.
GKdoS / Chefsache (nur zum internen Dienstgebrauch)
E N T W U R F
H5N1 Bürgerinformation
Verhaltensvorschriften für Bürger deutscher Nationalität zur H5N1-Seucheneindämmung - Herausgegeben vom Bundesministerium für nationalrassische Reinheit in Zusammenarbeit mit dem antiornithologischen Institut i.G. -
Sehr geehrter Volkskörper, lieber Bürger, Kameraden!
Heute, da sich die deutsche Nation erneut einer Bedrohung ungeahnten Ausmaßes gegenüber sieht, soll diese Anleitung ihnen eine konkrete Hilfe bei der Realisierung der angeordneten Bildung eines H5N1-Volkssturmes bieten. Die im folgenden angesprochene Basisausrüstung ("ABC-H5N1 - Vogeltod") erhalten Sie unter Angabe der Versorgungsnummer 1269-304-1254-8 bei Ihrem örtlichen Krisenstab der KSSK (Kommando seuchenbekämpfender SpezialKräfte).
Kontrollieren Sie zunächst bitte an Hand der Stückliste den Inhalt ihres "ABC-H5N1 - Vogeltod" Kastens. Es sollten sich in diesem befinden:
Wenn Sie den Inhalt kontrolliert haben, und dieser mit obiger Stückliste übereinstimmt, schließen Sie den Kasten bitte wieder. Zum konkreten Gebrauch des Inhalts erhalten Sie im Folgenden alle notwendigen Informationen.
1. Formalisierung Frage:Vogel? Was ist das überhaupt? Wie erkennt man solchen zweifelsfrei?
Antwort: Ein Vogel ist visuell (und hierauf wollen wir uns zweckdienlicher weise beschränken) recht leicht zu identifizieren. Solcher besteht bei optischer Betrachtung zu etwa 95% aus Federn, 2 % Beinen, 2 % Schnabel und 1 % Augen.
Achtung! Das Sekundärindiz "fliegen" stellt hierbei keinen eindeutigen Indikator und hätte womöglich zur Folge, dass illegitimer weise Ihr "ABC-H5N1 - Vogeltod" u.U. auf Verkehrsflugzeuge Anwendung fände.
1.1 Feinderkennung Frage:Woran ist ein H5N1-infizierter Vogel zweifelsfrei zu erkennen?
Antwort: Einen infizierten Wildvogel erkennen Sie sehr leicht. Dieser sitzt mit aufgeplustertem Gefieder und im Gefieder verstecktem Kopf teilnahmslos auf einem Ast. Im Gegensatz zu einem (z.B. bei kalter Witterung) ebenfalls mit aufgeplustertem Gefieder teilnahmslos mit verstecktem Kopf auf einem Ast sitzenden schlafenden,gesundenVogel lässt sich auf Grund ihrer subjektiv gefühlten H5N1-Bedrohung eine eindeutige Unterscheidung treffen. Vertrauen Sie dabei einfach Ihrem Gefühl.
Tip: Besonders scheue Wildvögel erkennen Sie in der Regel auf den ersten Blick daran, dass Sie diese nicht zu Gesicht bekommen.
2. Konkrete Fallbeispiele zum Einsatz Ihres "ABC-H5N1 - Vogeltod"
2.1 Szenario Sie befinden sich mit Ihrer Motocross-Maschine auf H5N1 Patroullie in einem ehemaligen Vogelschutzgebiet. An einem Seeufer entdecken Sie eine Wildente.
2.2 Richtige Verhaltensweise - Stellen Sie den Motor Ihrer Enduro ab.
- Entnehmen Sie Ihrem "ABC-H5N1 - Vogeltod" die Position Handschuh,- Gummi (rot), dehnen Sie den Schaft des Handschuhs und ziehen Sie diesen zügig über Ihren Kopf. Der identifizierte Feind wird Sie dann für ein von ihm als harmlos eingestuftes, verirrtes Hähnchen halten. Sie können sich diesem dann ohne die Gefahr einer überstürzten Flucht problemlos annähern.
- Entnehmen Sie vor einer Annäherung des weiteren die Position Injektor,- Atropin (Kennfarbe gelb), stellen sie den Regler auf "Max" (bzw. "default") und injizieren sich den Inhalt intramuskulär. Hinweis: Das Atropin wirkt zwar nicht unmittelbar gegen H5N1, verhilft Ihnen aber zu ziemlich unverkrampftem Umgang mit der Ente.
- Sie können sich nun der Wildente nähern.
- Stellen Sie nun eine Untersuchung bezüglich des gesundheitlichen Allgemeinzustandes der aufgefundenen Wildente an. Wir empfehlen dazu die folgende Vorgehensweise:
1. Greifen Sie die Ente vorsichtig von hinten mit beiden Händen rechts und links (imaginierte Flugrichtung: vorn) und heben diese hoch.
2. Werfen Sie die Wildente nun mit aller Kraft möglichst senkrecht nach oben und zählen Sie dabei langsam bis fünf.
Diagnose: Sollte die Ente wieder auf dem Boden aufschlagen bevor Sie bis fünf gezählt haben, besteht zumindest der Verdacht, dass mit der Ente etwas nicht stimmt. Bleibt die Ente hingegen verschwunden, so können Sie Ihre Maßnahmen an dieser Stelle abbrechen. Seien Sie nicht traurig, es klappt bestimmt beim nächsten mal besser.
2.3 Verhalten bei positivem Befund - Entnehmen Sie dem Einsatzpaket "ABC-H5N1 - Vogeltod" nun die Rakete,- Leucht und zünden diese. Damit warnen Sie ihre Kameraden in der Umgebung und machen diese auf Ihren Fund aufmerksam.
- Um sicherzustellen, dass der von Ihnen aufgebrachte Feind auch wirklich tot ist, beginnen Sie nun mit einer Reanimation der Wildente. Dazu verzehren Sie vorher das Brötchen,- Matjes (200 gramm) aus Ihrer Notfallbox und beginnen mit einer Mund-zu-Schnabel-Beatmung der Wildente. Das Matjesbrötchen neutralisiert dabei den bei Wasservögeln leider nicht seltenen Fisch-Schnabelgeruch und erleichtert so Ihre Arbeit.
Tip: Bei einigen Wasservögeln -etwa Pelikanen- kann sich auf Grund der Schnabelgröße eine Mund-zu-Schnabel-Beatmung als schwierig herausstellen. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen, und fahren Sie unbeirrt mit der Reanimation fort.
- Sollte sich obige Reanimation als erfolglos erweisen, können Sie sich nun entspannen. Entnehmen Sie nun den Sender,- Peil ihrer Box und aktivieren Sie diesen. Zerbrechen Sie dazu das Schutzglas auf der Oberseite des Gerätes und drücken Sie den darunter liegenden roten Knopf. Wenn alles bis hierhin geklappt hat, leuchtet nun die mit "Target Locked" beschriftete grüne Kontrollampe an der linken Geräteseite.
- Nehmen Sie sich nun die Fahne,- Deutschland (klein) zur Hand, und halten Sie diese deutlich sichtbar auf Schulterhöhe in Ihrer rechten Hand.
- Nach wenigen Minuten sollten Sie das Motorengeräusch eines Flugzeuges vernehmen. Wenn Sie nun nach oben schauen, werden sie einen an einem olivgrünen Fallschirm hinabsinkenden, faßförmigen Gegenstand bemerken. Keine Sorge, es handelt sich bei selbigem nicht um einen (getarnten) H5N1-Wildvogel.
- Entspannen Sie sich. Ihnen bleiben ab jetzt noch etwa drei Sekunden, bis die Aerosol-Bombe über ihrem Kopf detoniert und den Feind in einem Radius von 10 Km nachhaltig vernichtet. Betrachten Sie die Fahne in Ihrer rechten Hand, und denken Sie an Ihr Vaterland.
Die Heimat grüßt Sie!
Wir danken für die Beachtung aller H5N1-Sicherheitsmaßnahmen.
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