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DAS EINMALEINS DER SKEPSIS [Buchvorstellungen]
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Prof. Gerd Gigerenzer / DAS EINMALEINS DER SKEPSIS - über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken - 406 Seiten, Berlin Verlag, ISBN: 3827000793, 22 Euro
Ist für die Bewertung eines Gutachtens die Darstellungsform der Resultate von Relevanz ? Auf diese Frage gibt Prof. Gigerenzer in seinem Buch eine eindeutige Antwort: Ja. Gigerenzer stellt daher fest dass es dringend indiziert ist statistische Informationen besser und verständlicher zu kommunizieren um Fehlschlüsse zu vermeiden.
Gerd Gigerenzer veröffentlicht verschiedene Studien und Fälle in seinem Buch. Für den renommierten Psychologen steht fest, dass hundertprozentige Gewissheit eine empirische Unmöglichkeit ist. Er berichtet von verhängnisvollen Fehlentscheidungen in Medizin und Kriminalistik, entlarvt die zugrunde liegenden Denkfehler und ermutigt zu einer gesunden Skepsis gegenüber allen absoluten Sicherheiten.
Über den Autor: Gerd Gigerenzer ist Professor für Psychologie und Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er leitet den Forschungsbereich "Adaptives Verhalten und Kognition". Sein Buch "The Probabilistic Revolution" (mit Lorenz Kruger und Mary Morgan, MIT Press) wurde von der Gesellschaft amerikanischer Verleger als bestes Buch der Sozial- und Verhaltenswissenschaften 1987 ausgezeichnet. Gigerenzer hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und war unter anderem auch Preisträger der American Association for the Advancement of Science für die Verhaltenswissenschaften.
Meine Empfehlung: Eine Pflichtlektüre insbesondere für jeden der sich in seiner täglichen Arbeit mit der Auswertung statischer Informationen konfrontiert sieht. Uneingeschränkt empfehlenswert ! |
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Freerk Huisken "z.B. Erfurt - Was das bürgerliche Bildungs- und Einbildungswesen so alles anrichtet" [Buchvorstellungen]
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Freerk Huisken analysiert den Erfurter Amoklauf als ein – aus dem Ruder gelaufenes – Produkt schulischer Lernerfolge und deckt die zynischen Seiten der durch ihn ausgelösten, scheinbar tiefgreifenden Kritik am deutschen Schulsystem auf.
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Jürgen Wertheimer "Krieg der Wörter - Die Kulturkonfliktslüge" [Buchvorstellungen]
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Das Buch will mit einem Vorurteil aufräumen, das meint, es gäbe eine Wirklichkeit der Dinge und eine Wirklichkeit der Sprache, die beide eindeutig voneinander zu trennen sind. Die Kulturkriege zeigen erschreckend, dass der Krieg im Kopf über den Krieg der Wörter zum Krieg der Waffen wird: Symbole, Mythen, Geschichten, Gedichte bereiten das Schlachtfeld. Sprache ist der Transmissionsriemen von Kultur, aber auch von "kulturell" legitimierter Barbarei. Die Genozide des 20. Jahrhunderts zeigen dies auf erschreckend klare Weise.
Meine Wertung (Frei nach Lichtenberg): Wer zwei Paar Hosen hat, der mache eines zu Geld und schaffe sich dieses Buch an. |
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